Streunerkatzen-Kastrationsprojekt

Land Kärnten stellt zusätzliche Mittel zur Verfügung

Das gemeinsame Kastrationsprojekt von Land Kärnten, Kärntner Gemeindebund und Tierärztekammer Kärnten wird aufgrund der großen Nachfrage ausgeweitet. Nachdem das für 2026 vorgesehene Kontingent bereits vollständig ausgeschöpft wurde, stellt das Land zusätzliche Mittel für weitere 200 Kastrationen zur Verfügung.

Insgesamt haben sich heuer bereits 83 Kärntner Gemeinden freiwillig am Projekt beteiligt. Die Fördermittel für 1.333 Kastrationen wurden vollständig ausgeschöpft. Auch das parallel laufende Kastrationsprojekt für landwirtschaftliche Betriebe wird gut angenommen. Weitere Anträge von Gemeinden zeigen, dass der Bedarf weiterhin hoch ist.

Die Kastration gilt als wichtigste nachhaltige und tierschutzgerechte Maßnahme, um die unkontrollierte Vermehrung von Streunerkatzen einzudämmen. Dadurch können die Zahl unversorgter Jungtiere reduziert und Krankheiten sowie Verletzungen eingedämmt werden. Gleichzeitig leisten die Maßnahmen einen wichtigen Beitrag zum Tierschutz und entlasten langfristig auch die Gemeinden.

Seit dem Start des Projekts im Jahr 2018 hat sich die Zahl der jährlich durchgeführten Kastrationen mehr als verdreifacht. Gleichzeitig wird von Tierheimen ein Rückgang bei der Zahl abgegebener Katzenbabys beobachtet.

Die freiwillig am Projekt teilnehmenden Kommunen dienen dabei als erste Anlaufstelle für besorgte Bürgerinnen und Bürger oder Tierschutz-Vereine. Sie beantragen die Förderungen, Tierärztinnen und Tierärzte übernehmen Kastration und Kennzeichnung per Mikrochip und leisten dabei auch einen finanziellen Beitrag.

Durch die Vorregistrierung der Mikrochips durch die Firma ANIMAL DATA wird zudem sichergestellt, dass eingefangene Katzen eindeutig als Streuner erkennbar bleiben. Die zusätzliche Förderung ermöglicht es nun, weitere dringend notwendige Kastrationen durchzuführen und die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Land, Gemeinden und Tierärzteschaft fortzusetzen.

 

Quelle: Land Kärnten

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