Österreichs Bevölkerung wächst und altert weiterhin

(05.02.2020)


Die aktuelle Entwicklung einer wachsenden und alternden Bevölkerung Österreichs wird sich auch in Zukunft fortsetzen. Demnach wird die Bevölkerungszahl von 8,84 Mio. (2018) bis 2040 um 7 Prozent auf 9,43 Mio. wachsen, bis 2080 schließlich um 12 Prozent auf 9,93 Mio. Zugleich steigt der Anteil der Bevölkerung im Alter von 65 und mehr Jahren von 18,8 Prozent auf zunächst 26,3 Prozent (2040) und schließlich 29,3 Prozent (2080). 

Zuwanderung kompensiert erwartete Geburtendefizite
Der prognostizierte Bevölkerungsanstieg ist im Wesentlichen auf erwartete Wanderungsgewinne von jährlich rund 30.000 Personen zurückzuführen, womit ein langjähriger Trend fortgeschrieben wird. Vom Zuwachs seit der Jahrhundertwende entfielen nur rund 5 Prozent auf  Geburtenüberschüsse, der größte Teil waren Wanderungsgewinne. Dementsprechend ist zu erwarten, dass es bald mehr Sterbefälle als Geburten geben wird. Dennoch wird die Bevölkerungszahl im Jahr 2023 die 9-Mio.-Grenze überschreiten. Auch für die Zeit danach ist ein weiterer Anstieg wahrscheinlich, da Wanderungsgewinne die Verluste aus der Geburtenbilanz deutlich übertreffen werden.

Zahl der Bevölkerung im Erwerbsalter sinkt
Zugleich wird die Bevölkerung im Alter von 65 und mehr Jahren zahlen- und anteilsmäßig stark an Gewicht gewinnen. Dafür sind neben stagnierenden Geburtenzahlen und einer vermutlich weiterhin steigenden Lebenserwartung v.a. die starken Geburtsjahrgänge der 1950er und 1960er Jahre verantwortlich, die in den kommenden Jahren sukzessive ins Pensionsalter wechseln. 2040 dürfte die Bevölkerung im Alter von 65+ um 50 Prozent (bzw. mehr als 800.000 Personen) größer sein als 2018. Die Zahl der Personen im erwerbsfähigen Alter (20 bis unter 65 Jahre) wird bis 2022 noch geringfügig ansteigen, danach bis 2040 jedoch um knapp 300.000 Personen (minus 5 Prozent) unter den derzeitigen Wert absinken. Nach 2040 bleibt die Zahl der Erwerbsfähigen der Prognose zufolge weitgehend konstant. Die Zahl der unter 20-Jährigen wird zwar noch leicht zunehmen, ihr Anteil an der  Gesamtbevölkerung sinkt jedoch von 19,4 Prozent auf 18,8 Prozent (2040).


Quelle: Statistik Austria