Pflegeheim-Konzept: Gemeindebund fordert Einigung in der Landesregierung
Dienstag, 17. Juni 2008
Das Thema „Pflegeheime“ eignet sich nicht für politisches Geplänkel. Im Sinne der Heimbewohner und der Pflegemitarbeiter fordert der Kärntner Gemeindebund rasche Einigung aller Parteien. Die Gemeinden und die Heimbetreuer müssen wissen, welche Rahmenbedingungen sie zu erwarten haben.
 

Für den Präsidenten des Kärntner Gemeindebundes sind die derzeitigen politischen Streitereien nicht nachvollziehbar. Bgm. Hans Ferlitsch: „Die Uneinigkeit in der Landesregierung verunsichert die Heiminsassen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Heimbetreiber sowie die Gemeinden“. Der Kärntner Gemeindebund bekennt sich auch weiterhin zur Regionalisierung und zum 50-Betten Modell bei den Pflegeheimen. Ferlitsch: „Aus unserer täglichen Arbeit vor Ort wissen wir, dass es wichtig ist, den gebrechlichen Menschen, die eine intensive Pflege brauchen, einen Heimplatz in der Nähe ihres Wohnortes anzubieten. Menschen, die aus ihrem sozialem Umfeld gerissen werden, fühlen sich nicht wohl.“

Auch für den ländlichen Raum sind dezentrale Heimstandorte wichtig. Sie bringen Arbeitsplätze vor Ort und wirken somit der Abwanderung entgegen.

Aus Sicht der Gemeinden als Zahler einerseits und als Heimbetreiber andererseits ist eine rasche Einigung über die Finanzierung der Heime dringend erforderlich. Präsident Bgm. Hans Ferlitsch: „Das Präsidium des Kärntner Gemeindebundes hat dem von der Sozialreferentin vorgelegten Finanzierungsplan nach eingehenden Diskussionen zugestimmt. Mit den neuen Sockelbeträgen wäre die Führung der Heime zukünftig gesichert.“ Klar ist für den Gemeindebund, dass darüber hinausgehende Finanzierungswünsche aus Sicht der Gemeinden nicht finanziert werden können. Ferlitsch: „Die öffentlichen Heimbetreiber haben erklärt, mit den neuen Sockelbeträgen auszukommen, ich kann mir nicht vorstellen, dass die privaten Heimbetreiber mehr Geld benötigen. Die Versorgung von pflegebedürftigen Menschen ist eine soziale Aufgabe, finanzielle Gewinne sollten damit nicht verbunden sein.“

Zugestimmt hat der Gemeindebund auch dem Konzept für die Standorte der noch zu bauenden Heime. Ferlitsch: „Wir sind davon ausgegangen, dass sich die Sozialreferentin Dr. Gaby Schaunig und der Raumordnungsreferent DI Uwe Scheuch im Wesentlichen geeinigt haben“.

Klar gestellt muss auch werden, dass Änderungen bei der Finanzierung oder bei den Standorten nur im Einvernehmen mit den beiden Interessenvertretungen der Städte und Gemeinden erfolgen können.

Klagenfurt, am 17. 6. 2008

Rückfragehinweis:
Kärntner Gemeindebund
Mag. Stefan Primosch
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