Digitalisierung auf kommunaler Ebene allgegenwärtig
Freitag, 21. April 2017
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Schulterschluss von Land, Wirtschaft und Gemeinden soll Bundesland in Vorreiterrolle bringen. Mittel hierfür ist gemeindegetriebene Innovation, Zusammenarbeit mit der regionalen Wirtschaft und Breitbandausbau im Land.

Dass die Digitalisierung alle Bereiche des Lebens, alle Bereiche des Staates beeinflusst, wurde bei einer gemeinsamen Veranstaltung von Land Kärnten, Kärntner Wirtschaft und Kärntner Gemeinden ersichtlich. Möchte Kärnten den Anschluss nicht verlieren, sind intensive Kooperationen und innovative Produkte erforderlich. Die Rahmenbedingungen hierfür schafft ein neues Softwaresystem und die Breitbandstrategie des Landes.

 

Auf den Anpassungsbedarf von Land und Gemeinden als Dienstleister wies in diesem Zusammenhang Gemeindereferentin Dr. Gaby Schaunig hin. „Unseren Kunden der Zukunft fehlt das Verständnis für Redundanzen und mehrfache Datenlieferungen an Behörden. Sie sind „digital natives“, die Gemeinden müssen darauf reagieren“. Das Land unterstützt bei der Umstellung, da Kärntens Gemeinden eine Vorreiterrolle haben sollen. Von der intensiven Vernetzung mit der Kärntner Wirtschaft profitieren alle – die Unternehmen, die Gemeinden und auch das Land im gesamten, da dadurch lokale Wertschöpfung gesichert ist.

In eine ähnliche Kerbe schlug Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl, der festhielt, dass die Kärntner Wirtschaft immer besser darauf eingestellt sei, die Gemeinden beim Digitalisierungsprozess zu  betreuen. Die verstärkte Zusammenarbeit von Wirtschaft und Gemeinden sei eine Win-Win-Situation, da damit die Digitalisierung vorangetrieben werde und auch regionale Wertschöpfung in Kärnten entstehe. Die neue Art der Zusammenarbeit sei wesentlich, da alle wesentlichen Entscheidungsträger an einem Strang ziehen.

Gemeindebund-Präsident Bgm. Peter Stauber hielt fest, dass die Gemeinden sich der digitalen Trends bewusst sind und vom Breitbandausbau über die Digitalisierung von Verfahrensschritten aktiv an einer Modernisierung, Digitalisierung und Verwaltungsvereinfachung arbeiten. Der Weg bis zur neuen Kommunalsoftwareausschreibung sei kein leichter gewesen, da die Gemeinden in Kärnten softwareseitig sehr bunt aufgestellt sind. Die nun geschaffenen Rahmenbedingungen sind qualitativ gut, bieten ein einheitliches Fundament für interkommunale Zusammenarbeit und werden die Gemeinden auch mit Unterstützung von Land und Wirtschaft in eine Spitzenposition bringen.

Positiv stimmten auch die Berichte der Pilotgemeinden, welche den Echtbetrieb der neuen Softwaremodule beschrieben und das Vereinfachungspotenzial und den Mehrwert des gemeinsam mit regionalen Unternehmen geschnürten Softwarepakets aufzeigten.

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