Pressemitteilung: "Kärntner Bürgermeister bekommen die geringste Aufwandsentschädigung"
Dienstag, 26. Juli 2011
Ein Bundesländervergleich zeigt, dass die Kärntner Bürgermeisterinnen und Bürgermeister bei der Aufwandsentschädigung am unteren Ende der Gehaltspyramide stehen. Damit steht die Aufwandsentschädigung in keinem Verhältnis zum Aufgabenaufkommen.

Kürzlich wurde in den Medien das durchschnittliche Brutto-Jahreseinkommen der österreichischen Bürgermeister dargestellt. Einmal mehr muss darauf verwiesen werden, dass die Kärntner Ortschefs bei diesem Bundesländervergleich äußerst schlecht abschneiden. Während in Salzburg ein Bürgermeister bis 2.500 Einwohner monatlich rund 4.336 Euro brutto an Aufwandsentschädigung erhält, liegt das Einkommen des Kärntner Kollegen bei lediglich 2.745 Euro. Davon abzuziehen sind alle sozialrechtlichen Abgaben, Einkommensteuer sowie Beiträge für eine private Pensionsvorsorge. Ähnlich auch das Bild bei Bürgermeistern bis 6.000 Einwohnern. Während es in Salzburg eine Entschädigung von 5.345 Euro dafür gibt, beträgt diese in Kärnten lediglich 3.137 Euro. Mit diesem Bezug liegen die betroffenen Bürgermeister übrigens am untersten Ende der Einkommensskala. Besonders krass ist auch der Gegensatz bei Bürgermeistern in Gemeinden bis 10.000 Einwohnern. Während es in Salzburg für diese Tätigkeit 6.111 Euro gibt, ist die gleiche Leistung in Kärnten nur 3.295 Euro wert. Auch hier bildet Kärnten wieder das Schlusslicht.

Für den Präsidenten des Kärntner Gemeindebundes, Bgm. Ferdinand Vouk, belegen diese Zahlen, dass in Kärnten ein „Aufholprozess“ notwendig ist. Vouk: „Die Bürgermeister haben immer mehr Aufgaben und immer mehr Verantwortung zu tragen. Daher muss die Entschädigung zumindest im österreichischen Durchschnitt liegen.“ Bund und Land sind gleichermaßen gefordert, die Attraktivität des Bürgermeisteramtes zu steigern.