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Ertragsanteilvorschüsse Mai 2017 PDF Drucken E-Mail
Freitag, 5. Mai 2017
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Die Temperaturen waren zuletzt zwar im Minusbereich - die Ertragsanteile nach der mehrmonatigen Durststrecke endlich wieder im Plus. Die aktuellen Mai-Ertragsanteilvorschüsse liegen bei plus 5,4 Prozent für die Gemeinden ohne Wien.

Die Vorzieh- bzw. Nachholeffekte der Steuerreform 2015/2016 kommen für den Monatsvergleich nun nicht mehr unmittelbar zum Tragen: So resultiert etwa das den aktuellen Mai-Vorschüssen zugrundeliegende Lohnsteueraufkommen vom März 2017 ebenso wie jenes aus dem März 2016 bereits aus dem mit 1. Jänner 2016 gesenkten Steuertarif. Gleichzeitig stiegen vor allem die Umsatzsteuer, die Lohnsteuer und die Kapitalertragsteuern stark an.

Daher liegen die  Mai-Vorschüsse der Gemeinden ohne Wien bundesweit erstmals mit durchschnittlich 5,4 Prozent wieder im Plus. Wien verzeichnete, nicht zuletzt aufgrund seines starken Bevölkerungswachstums gar einen Zuwachs von 10,1 Prozent.

Grunderwerbsteuer weiterhin schwach
Mit dieser Entwicklung konnte die Grunderwerbsteuer nicht mithalten. Diese zu knapp 94 Prozent den Gemeinden zukommende Abgabe verzeichnete österreichweit im ersten Quartal ein Minus von über 20 Prozent.

Das März 2017-Aufkommen der Grunderwerbsteuer lag vor allem im Burgenland, in Salzburg und in Vorarlberg sehr drastisch unter jenem des März 2016, was auch die dortigen unterdurchschnittlichen Zuwächse bei den Vorschüssen erklärt (die Vorarlberger Gemeinden legten um lediglich 0,8 Prozent zu, da ihre Einnahmen aus der Grunderwerbsteuer um ein Drittel einbrachen). Demgegenüber stieg die Grunderwerbsteuer in der Steiermark im Vergleichszeitraum um knapp 13 Prozent an und sorgte damit (neben dem Grazer Bevölkerungszuwachs) für einen Zuwachs der steiermärkischen Mai-Vorschüsse von 10,5 Prozent, was gleichzeitig knapp vor Wien das beste landesweise Ergebnis darstellt.

Ertragsanteile im Jahresvergleich weiterhin leicht im Minus
Durch diese starken Mai-Ergebnisse verbesserte sich auch das bisherige Jahresergebnis. Von Jänner bis Mai 2017 liegen die Vorschüsse auf die Ertragsanteile der heimischen Gemeinden ohne Wien aber derzeit dennoch rund 1,3 Prozent unter jenen des Vorjahres. Einzig in der Steiermark und Wien kletterten die Ertragsanteile im bisherigen Jahresvergleich aufgrund des hohen Zuwachses der Grunderwerbsteuer leicht ins Plus (Steiermark: + 0,5 %; Wien: + 0,3 %). In allen anderen Bundesländern sind sie weiterhin im Minus.




Quelle: Kommunalnet

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