Sprache
Schriftgröße
Gemeindebund unter neuer Führung: Präsident Stauber fordert Mittel für ländlichen Raum PDF Drucken E-Mail
Freitag, 19. Juni 2015
Image

Veränderungen brachte die Landesversammlung des Kärntner Gemeindebundes am 19. Juni 2015. So folgt Peter Stauber dem scheidenden Präsidenten Ferdinand Vouk als Vorsitzender des Kärntner Gemeindebundes nach. Stauber, Bürgermeister von St. Andrä, stellt die Infrastruktur-versorgung im ländlichen Raum, die Verbesserung der Gemeindefinanzen und die Bevölkerungsentwicklung in den Mittelpunkt seines Wirkens.

Unter neue Vorzeichen stellt die heutige Landesversammlung die künftige Arbeit des Kärntner Gemeindebundes. So wurden gleich neun von fünfzehn Mitgliedern im Landesvorstand des Kärntner Gemeindebundes neu gewählt. Das neu gewählte Präsidium besteht aufgrund des Ausscheidens verdienter Funktionäre wie Valentin Happe, Hilmar Loitsch und Arnold Marbek sogar zu achtzig Prozent aus neu gewählten Mitgliedern.

Mit Stauber wird Routinier Präsident
Dass die Geschicke des Kärntner Gemeindebundes jedoch weiterhin in erfahrenen Händen liegen sollen, brachten die Delegierten durch die einstimmige Wahl von Bgm. Peter Stauber, der sich seit 1999 im Landesvorstand für die Kärntner Gemeinden einsetzt und auch Nationalratsabgeordneter war, zum Ausdruck.

Stauber, seines Zeichens Bürgermeister der Stadtgemeinde St. Andrä, kennt sowohl Probleme von Landgemeinden als auch Städten genau. „Meine Prioritäten liegen klar in der Erhaltung und Weiterentwicklung der Infrastruktur im ländlichen Raum. Es darf zu keinem weiteren Kahlschlag kommen.“ Ebenso sprach Stauber sich für eine gerechtere Verteilung der Gemeindeeinnahmen zwischen einzelnen Bundesländern und Größenklassen aus. „Den Gemeinden wurden laufend Aufgaben überantwortet, ohne dass andere Gebietskörperschaften sich um die Finanzierung gekümmert haben. Hier ist Transparenz und Fairness erforderlich.“ Und auch die demografische Entwicklung steht im Zentrum von Staubers Agenda. „Hier müssen Bund, Land und Gemeinden offen miteinander umgehen. Wir wissen, in dieser Thematik gibt es kein Wunschkonzert, jedoch müssen den schönen Worten des Bundes auch Taten folgen, damit die Einwohner ländlicher Gemeinden annähernd gleiche Lebens-bedingungen wie Städter haben.“

Vouk scheidet nach vier Jahren mit erfolgreicher Bilanz aus
Bgm. Stauber folgt dem Veldener Bürgermeister Ferdinand Vouk, in dessen Amtszeit unter anderem die Novelle der Allgemeinen Gemeindeordnung, die Erschließung neuer Einnahmequellen der Gemeinden und längst ausständige Indexsicherungen bei zahlreichen Gemeindeabgaben fallen. Ebenso erreichte der Gemeindebund unter seiner Führung einen Ausgleichsmechanismus bei der Vergabe der Finanzmittel zugunsten von Abwanderungsgemeinden. Vouk war zudem als harter aber charmanter Verhandlungsführer für die Gemeinden bekannt, der zahlreiche finanzielle Belastungen von den Gemeinden abwenden konnte.

Präsidium in neuer Zusammensetzung
Mit Bgm. Martin Gruber und LAbg. Bgm. Klaus Köchl finden sich gleich zwei Bürgermeister aus dem Bezirk St. Veit im Präsidium des Kärntner Gemeindebundes wieder. Dem Präsidium obliegt die engere Geschäftsführung des Kärntner Gemeindebundes. Ebenso im Präsidium vertreten sind der bisherige Vizepräsident und Afritzer Bürgermeister Max Linder und der Griffner Rekordbürgermeister Josef Müller.


praesidium neu 2015.jpg

Das neue Präsidium (v.l.n.r.): Vizepräsident Bgm. Maximilian Linder, Vizepräsident Bgm. Martin Gruber,
Präsident Bgm. Peter Stauber, Vizepräsident LAbg. Bgm. Klaus Köchl und Vizepräsident Bgm. Josef Müller


Landesvorstand mit alten Bekannten
Neben neuen Vorstandsmitgliedern wie Bgm. Wolfgang Klinar aus Seeboden und Bgm. Dietmar Rauter finden sich im neuen Landesvorstand des Kärntner Gemeindebundes jedoch auch mehrere diensterfahrene und mit dem Gemeindebund vertraute Bürgermeister. So wurden auch Karl Petritz, der bereits Ehrenmitglied des Kärntner Gemeindebundes ist, und der Sachsenburger Langzeitbürgermeister Wilfried Pichler in den Landesvorstand gewählt. Letzterer ist seit Jahren Delegierter des Kärntner Gemeindebundes. Für die slowenische Volksgruppe kooptiert wurde Bgm. Franz Josef Smrtnik.

« zurück
 
Unsere Gemeinden
kaernten.png
© 2017 Kärntner Gemeindebund | Gabelsbergerstraße 5/1 | 9020 Klagenfurt | ZVR: 185326285
Tel: 0463 / 55111 | Fax: 0463 / 55111-22 | E-Mail: gemeindebund@ktn.gde.at
RSS Feed