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Integration in Kärnten: Chance zur Verbesserung der Bevölkerungsentwicklung PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 26. November 2013
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Migration und Integration von Menschen mit Migrationshintergrund sind zu einem zentralen Thema österreichweit geworden. Diese Entwicklung betrifft in zunehmendem Maß auch Kärnten. Gemeinden in einzelnen Bundesländern – darunter natürlich auch Kärnten -  gehen bereits mit bestem Beispiel voran und haben Integrationsprojekte entwickelt, um Ausländerinnen und Ausländern, unter anderem durch Überwindung von Sprachbarrieren, die Eingliederung in unser gesellschaftliches Leben zu erleichtern.

Zuwanderung nach Österreich gibt es bereits seit den 60er Jahren. Die damals als Gastarbeiter zugewanderten Menschen waren in unserem Land sehr erwünscht und wurden auch als „Rotationsarbeitskräfte“ bezeichnet.  Diese blieben in Österreich solange ein Bedarf an Arbeitskräften vorherrschte und kehrten erst danach wieder zu ihren Familien zurück. Nach und nach sind auch Familienmitglieder dieser Gastarbeiter nach Österreich gekommen. Aus diesem Grund ist der Ausländeranteil von 1961 (100 000) bis 1974 (311 700) von 1,4 % auf 4,1 % angestiegen.

Österreich im EU Vergleich
Im EU-Vergleich liegt Österreich heutzutage in Bezug auf den Ausländeranteil an vierter Stelle mit einem Wert von 10,81 %. Einen höheren Anteil haben Spanien (12,25 %), Zypern (19,98 %) und Luxemburg (43,12 %).

Die Bundesländer im Vergleich
Im Bundesländervergleich weisen vor allem Wien (~ 22 %), Salzburg (~ 13 %), Tirol (~ 11 %) sowie Oberösterreich (~ 9 %) einen hohen Anteil an Migrantinnen und Migranten auf. Kärnten liegt österreichweit im untersten Drittel. Mit einem Anteil von 7,3% verbucht man kärntenweit in etwa gleich viel Zuwanderinnen und Zuwanderer wie in Niederösterreich und der Steiermark.

Integrationsprojekte
In Österreich und speziell auch in Kärnten existieren bereits zahlreiche Projekte der Integrationsarbeit. Für Kärnten kann das Projekt „Migration als Chance für den ländlichen Raum“ als positives Beispiel erwähnt werden - eine Kooperation der Fachhochschule Kärnten und der Bezirkshauptmannschaft Hermagor, welche die Integration von nicht deutschsprachigen Migrantinnen und Migranten zum Ziel hat. Hauptintention des Projektes ist es, das ZuwanderInnenpotenzial zu nutzen und die bereits in Kärnten beschäftigten Personen in der Region zu halten. Bedenkt man die düstere demografische Entwicklung in Kärnten, ist Migration die einzige Chance, diesen negativen Trend einzubremsen. Des Weiteren gehen auch das Oberkärntner Frauenhaus  in Spittal an der Drau mit dem Schwerpunkt „Vom Überleben zur Lebensqualität“ sowie das Interkulturelle Zentrum in Völkermarkt mit gutem Beispiel im Hinblick auf Integrationsarbeit voran.

Unterstützung für interessierte Gemeinden
Ein wichtiger Ansprechpartner in Bezug auf Integrationsvorhaben für Gemeinden ist die Integrationsdreh-scheibe Kärnten. Ihr Ziel ist es, zu einem fixen Bestandteil der Integrationsarbeit zu werden. Die Integrationsdrehscheibe bietet methodische Unterstützung und leistet auch Hilfestellungen beim Lukrieren von Fördermitteln. Garant für eine erfolgreiche Integrationsarbeit ist die Herstellung einer gemeinsamen Strategie unter Einbezug der einzelnen Akteurinnen und Akteure. Eine Eingliederung von Migrantinnen und Migranten ist auch nur dann gewährleistet, wenn diese seitens unserer Gesellschaft auch respektiert und wertgeschätzt werden.

Kontaktdaten der Integrationsdrehscheibe:
bfi-Kärnten
Barbara Eigner
Projektleitung
0699/178 78 160
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