Sprache
Schriftgröße
Bürgermeisterinnentreffen: Handlungsbedarf bei Rahmenbedingungen für Frauen in Kommunalpolitik PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 14. August 2013
Image
 
An die 60 Teilnehmerinnen nahmen am Österreichischen Bürgermeisterinnentreffen in Dellach im Gailtal teil. Dabei zeigte sich: was Männer können, schaffen Frauen mindestens genauso gut, jedoch ist die Vereinbarkeit von Politik, Familie und Beruf vielfach nicht gegeben.

Ein voller Erfolg war das von 11. bis 14. August 2013 abgehaltene Bürgermeisterinnentreffen in Dellach im Gailtal, das in diesem Jahr durch Bürgermeisterin Christine Ploner in ihrer Heimatgemeinde ausgerichtet wurde. Dabei blieb es längst nicht beim geselligen Rahmenprogramm – viel mehr knüpften die aus allen Bundesländern angereisten Bürgermeisterinnen Kontakte, erarbeiteten Lösungen für gemeinsame Problemstellungen und tauschten Erfahrungen aus.


Eine Auszeichnung erfuhr die Veranstaltung auch durch das Aufgebot der Ehrengäste, so befanden sich in den vier Tagen der Veranstaltung unter anderem der Präsident des Österreichischen Gemeindebundes, Bgm. Helmut Mödlhammer, die Landeshauptmann-Stellvertreterinnen Dr. Beate Prettner und Dr. Gaby Schaunig, der Präsident des Kärntner Gemeindebundes, Bgm. Ferdinand Vouk, Bezirkshauptmann Dr. Heinz Pansi  und der Bezirksobmann des Kärntner Gemeindebundes, Bgm. Franz Guggenberger unter den TeilnehmerInnen.


Grundtenor der Veranstaltung war, dass Frauen in der Kommunalpolitik mindestens die gleichen Voraussetzungen wie ihre männlichen Kollegen aufweisen, ihre Arbeit jedoch meist kritischer beäugt wird als die männlicher Kommunalpolitiker. Ebenso wurde deutlich, dass die Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Politik, Familie und Beruf noch nicht zufriedenstellend sind, um den Frauenanteil in der Kommunalpolitik – insbesondere im Bürgermeisteramt – anzuheben. So ist das Bürgermeisterinnenamt mit einem großen Zeitpensum verbunden, das bei der Zeit für Familie und Beruf fehlt. Insbesondere die Kindeserziehung ist mit dem Bürgermeisterinnenamt schwer vereinbar.


Generellen Handlungsbedarf in diesem Bereich ortet auch der Präsident des Kärntner Gemeindebundes, Bgm. Ferdinand Vouk: „Die Rahmenbedingungen für das Amt der Bürgermeisterin bzw. des Bürgermeisters sind durch die zu niedrigen Bürgermeisterbezüge, die umfassende Haftung der BürgermeisterInnen und die lückenhafte sozialrechtliche Absicherung allgemein schon wenig reizvoll. Bei der Förderung eines höheren Frauenanteils unter den Gemeindeoberhäuptern sind Bundes- und Landespolitik besonders gefordert.“


Eine besondere Problemstellung ortet Vouk im Bereich der Karenzregelungen. „Derzeit gibt es keine Regelung, die der Elternkarenz von Dienstnehmerinnen ähnlich ist. Vielfach stehen Kommunalpolitikerinnen vor der Wahl: Kindererziehung oder Kommunalpolitik“, so Vouk weiter.



Im Bild (v.l.n.r.): Präsident Bgm. Ferdinand Vouk, Bürgermeisterin Christine Ploner, Bezirkshauptmann Dr. Heinz Pansi, Bürgermeisterin Sonya Feinig und Bürgermeister Siegfried Ronacher


Foto: Österr. Gemeindebund

« zurück
 
Unsere Gemeinden
kaernten.png
© 2017 Kärntner Gemeindebund | Gabelsbergerstraße 5/1 | 9020 Klagenfurt | ZVR: 185326285
Tel: 0463 / 55111 | Fax: 0463 / 55111-22 | E-Mail: gemeindebund@ktn.gde.at
RSS Feed