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Ertragsanteilvorschüsse Oktober 2012 PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 19. September 2012
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Geringeres Wachstum als im September 2012 - Bis zum Ende des Jahres werden sich die Ertragsanteile der Gemeinden bei etwas über drei Prozent einpendeln. Für Oktober 2012 ergibt sich im Vergleich mit dem gleichem Monat 2011 ein Wachstum von 3,1 Prozent bei den Gemeinden ohne Wien.

Den aktuellen Prognosen des Finanzministeriums zufolge sollen die Gemeindeertragsanteile heuer ein Wachstum von etwas über drei Prozent erreichen, wobei hier jedoch zu ergänzen ist, dass aufgrund der "Verbundlichung" des ehemaligen Landespflegegeldes 2012 erstmals die entsprechenden Anteile der Gemeinden (bis 2014 eingefroren auf den Wert aus 2010) bereits von den Ertragsanteilen abgezogen wurden. Bereinigt um diese rund 127 Millionen Euro würde der Anstieg etwa 4,5 Prozent betragen. Zieht man nun diese prognostizierten drei Prozent Wachstum für das Gesamtjahr 2012 und die bisherige Dynamik (insbesondere des 1. Halbjahrs) der Ertragsanteilvorschüsse als Vorgabe für das 4. Quartal 2012 heran, ergibt sich daraus, dass die Steigerungsraten der Vorschüsse bis Jahresende deutlich geringer ausfallen werden als bisher. Stiegen die Vorschüsse der Gemeinden ohne Wien im Zeitraum Jänner bis September 2012 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum insgesamt noch um +4,2 Prozent (Wien plus fünf Prozent), liegen die aktuellen Zuwachsraten im Oktober bereits um 0,1 Prozent niedriger bei +4,1 Prozent.

Tirols Gemeinden erhalten höchste Steigerung
Auch im Monatsvergleich zwischen Oktober 2011 und 2012 zeigen sich geringere Steigerungsraten. Die Ertragsanteile aller Gemeinden ohne Wien werden im Oktober 2012 um 3,1 Prozent höher sein, als 2011. Im Vergleich dazu betrug die Steigerung im September noch 4,4 Prozent. Dabei ergeben sich bundesländerweit starke Unterschiede. Das geringste Wachstum bei den Ertragsanteilen werden die Gemeinden in Salzburg verzeichnen müssen. Hier wird für Oktober 2012 nur ein Plus von 0,7 Prozent prognostiziert. Über die höchsten Steigerungen im Monatsvergleich dürfen sich die Gemeinden Tirols freuen, denn hier wird es ein sattes Plus von 5,9 Prozent geben.

Kräftige Zuwächse bei Lohn- und Umsatzsteuer
Die aktuellen Vorschüsse für den Oktober 2012 basieren aufgrund der Systematik des Finanzausgleichs auf den Abgabeneinnahmen des Monats August und spiegeln bereits den aktuellen Konjunkturabschwung wieder. Gegenüber dem Jahr 2011 mit +3,1 Prozent wird für das Gesamtjahr 2012 lediglich mit einem realen BIP-Wachstum von +0,4 Prozent gerechnet, das sich im Jahr 2013 und 2014 mit prognostizierten +1,4 bzw. 2,0 Prozent wieder erholen soll. Der Abgabenerfolg vom August verdeutlicht bereits diese Konjunkturentwicklung: Drastischer Rückgang bei der Körperschaftssteuer (-10,6 Prozent gegenüber dem August des Vorjahres) und kaum Erholung bei der Einkommensteuer. Wären da nicht die nach wie vor kräftigen Zuwächse bei der Lohnsteuer (+6,8 Prozent) und der Umsatzsteuer (+7,1 Prozent) könnten einzelne Bundesländer, wie etwa das Burgenland oder Salzburg, bei ihren Oktober-Vorschüssen auf die Gemeinde-Ertragsanteile gar keinen Zuwachs gegenüber dem Oktober des Vorjahres verzeichnen.

Die Ertragsanteile für Oktober können Sie hier downloaden!


Quelle: Kommunalnet

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