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Dänemark: Ein Vorbild, das sich schnell entzaubert PDF Print E-mail
Dienstag, 22 Mai 2012
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Immer wieder wird Dänemark mit seiner Gemeindestruktur als Vorbild für Österreich genannt. Bei einer mit Österreich vergleichbaren Größe gibt es in Dänemark nach der Reform nur noch 98 Gemeinden. Eine Gemeindebund-Delegation hat sich ins „Land der Verheißung“ begeben, um einen Lokalaugenschein zu machen.

Dänemark ist das Lieblingsland der Befürworter von Gemeindezusammenlegungen. Immer wieder hört man den Ruf: "In Dänemark geht's auch mit nur 98 Gemeinden, warum nicht bei uns?" Im Rahmen der Fach- und Bildungsreise des Österreichischen Gemeindebundes machte sich eine Delegation von rund 50 Bürgermeistern auf den Weg, um der Sache auf den Grund zu gehen. Ist in Dänemark wirklich alles besser? Würden 98 Gemeinden auch bei uns reichen? Lassen sich dadurch Kosten sparen? Im Jahr 1970 wurde in Dänemark die Anzahl der Gemeinden von 1.388 auf 271 reduziert, seit 2007 gibt es nur noch 98 Gemeinden.

Dänischer Gemeindebund mit 400 Mitarbeiter/innen
Die erste Überraschung erleben die heimischen Gemeindevertreter schon beim Besuch des Dänischen Gemeindebundes. Der dänische Gemeindebund (Kommunernes Landsforening, KL) residiert in einem eigenen Bürokomplex und beschäftigt rund 400 Mitarbeiter/innen. "Kein Wunder, schließlich haben die dänischen Gemeinden pro Einwohner jährlich vier bis fünf Euro an Mitgliedsbeitrag abzuliefern", schmunzelt Gemeindebund-Präsident Helmut Mödlhammer. "Unsere Mitgliedsbeiträge sind ungefähr ein Zehntel davon."

Peter Fjerring, der zuständige Mitarbeiter für EU und internationale Zusammenarbeit, sorgt in weiterer Folge auch für einige zusätzliche Aha-Erlebnisse bei den österreichischen Bürgermeistern. "Es gibt bei uns de facto keine Bundesländer", erklärt Fjerring. "Wir haben den Zentralstaat, darunter fünf Regionen, die aber ausschließlich für die Spitalsagenden zuständig sind. Die nächste Ebene sind dann schon die 98 Gemeinden. Deren Aufgaben sind mit jenen der österreichischen Gemeinden durchaus vergleichbar, nur haben sie u.a. auch das gesamte Pflichtschulwesen, inklusive der Lehrer zu organisieren und zu bezahlen."

Lesen Sie hier den gesamten Artikel auf der Hompepage des Österreichischen Gemeindebundes!

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