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Seniorenfreundlichste Gemeinden ausgezeichnet PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 6. Oktober 2010
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Bereits zum vierten Mal wurden die seniorenfreundlichsten Gemeinden ausgezeichnet. Insgesamt 77 Gemeinden hatten sich beworben, nun wurden die fünf Siegergemeinden prämiert.

Zahlreichen Auswahkriterien mussten sich die 77 teilnehmenden Gemeinden im Wettbewerb um Österreichs seniorenfreundlichste Gemeinde stellen. Dazu gehören Gesundheit, Pflege und Betreuung, Barrierefreiheit, Infrastruktur, Freiziet- und Bildungsangebot, Ehrenamt, Partizipation, Vernetzung zwischen den Generationen und vieles mehr.

Für die fünf Kategorien einen Sieger zu küren, war die nicht gerade leichte Aufgabe von Helmut Mödlhammer, Präsident des Österreichischen Gemeindebundes, Michael Häupl, Präsident des Österreichischen Städtebundes, Professorin Gertrud Simon, Leiterin des Universitätslehrgangs Gerontologie in Graz und Professor Franz Kolland vom Institut der Soziologie der Universität Wien.

In folgenden Kategorien wurden die fünf "Seniorenfreundlichsten Gemeinden Österreich 2010" ausgezeichnet:

Sieger in der Kategorie bis 2.500 Einwohner: Aschach an der Donau (OÖ)
Die Marktgemeinde Aschach liegt eingebettet im Donautal im oberösterreichischen Hausruckviertel. Obwohl die Gemeinde nicht sehr groß ist, bietet sie der älteren Generation eine große Zahl an Veranstaltungen, Ausflügen und Vorträgen, etwa zu Themen wie Behinderung oder Migration. Auch auf die Bereiche geistige und körperliche Gesundheit sowie Pflege und Betreuung wird viel Wert gelegt.

•Allgemeine Maßnahmen: Ausflüge, Seniorentreff (2x/Monat), Vorträge (z.B. Migration, Behinderung), etc.
•Gesundheit/Sport: Demenz- und Alzheimer-Kurs (wöchentlich), Gesundheitstag, Turnen, SelbA - Selbstständig im Alter, Handarbeiten, Veranstaltungen mit Nachbargemeinden.
•Computerkurse (Ältere lernen von SchülerInnen, seit 2003)
•Schnuppertickets für öffentl. Verkehr
•Pflege/Betreuung: Betreutes Wohnen, Hauskranken- und 24std-Pflege, Essen auf Rädern, Besuchsdienste
•Ehrenamt: Kinderbetreuung, Weiterbildung etc.


Sieger in der Kategorie bis 5000 Einwohner:
St. Kanzian am Klopeiner See (Kärnten)
St. Kanzian liegt im Bezirk Völkermarkt direkt am Klopeiner See. Die Gemeinde engagiert sich seit Jahren, ihre SeniorInnen geistig, körperlich und sozial fit zu halten und ins Gemeinschaftsleben einzubinden. Derzeit wird eine Seniorenwohnanlage geplant.Ausflüge, Reisevorträge, Feiern, wöchentliche Seniorennachmittage, Kränzchen, Schifffahrten, Basteln, Handarbeite

•Gesundheit/Sport: Vorträge zu Gesundheit und Vorsorge, Bewegungsseminare, Frauengesundheitstage, Impfaktionen, Erste-Hilfe-Kurse, Gymnastik, Tanz, Nordic Walking, Wandern, Turnen
•Stammtisch für pflegende Angehörige (seit 2003)
•"Mitten im Leben" - Gedächtnistraining
•Seniorentaxi
•Feiern mit Schulen/Kindergärten
•Pflege/Betreuung: 24std-Betreuung, Hauskrankenpflege, Essen auf Rädern, Besuchsdienste, etc.
•Von Gemeinde zur Verfügung gestellt: Pflegebetten, Rollstühle, Rollatoren, Leibstühle


Sieger in der Kategorie 5.001 bis 10.000 Einwohner: St. Valentin (NÖ)
St. Valentin liegt im Enns-Donau-Winkel im Mostviertel und ist die westlichste Stadtgemeinde Niederösterreichs. Neben einem großen Freizeitangebot bietet die Gemeinde ihren älteren BürgerInnen eine umfassende und hochwertige soziale Infrastruktur und achtet darauf, dass SeniorInnen verschiedenste Angebote für Ihre jeweiligen Bedürfnisse vorfinden.

•Großes Freizeit-, Veranstaltungs- und Informationsangebot (Ausstellungen, Seniorenanimation, Club 55, Ausflüge, VHS-Kurse, etc.)
•Gesundheit/Sport: Gesundheitstage, Seniorenturnen, Radfahren, Klettern, Joggen, Wintersport, etc.
•Ermäßigungen: "Valentin-Card": Veranstaltungen, Museum, Anruf-Sammeltaxi
•Intergenerativ: Kinderhaus im Altenwohnheim, Besuche (Kindergärten, Schulen)
•Frauen: Turnen, Frauenbasteln, Modenschau; Männergesundheitstag
•Pflege/Betreuung: Pflegeheim, Sozialzentrum, Kurzzeit-, Hauskranken- und 24std-Pflege, Essen auf Rädern, Lebens- und Sozialberatung; enge Zusammenarbeit mit Vereinen/Sozialorganisationen bei Zuweisung, Finanzierung, etc.
•Einkaufsdienst für ältere und behinderte MitbürgerInnen
•Shuttle-Dienst für Einkäufe im Soma-Markt in Planung
•Ehrenamt: Besuchsdienst, Kinderbetreuung, Veranstaltungsorganisation, etc.


Sieger in der Kategorie über 10.000 Einwohner: Leonding (OÖ)
Leonding liegt im oberösterreichischen Zentralraum und sieht es als besondere Aufgabe, alle Generationen seiner über 27.000 EinwohnerInnen zu vernetzen und in die Gemeinschaft einzubinden. Die Interessen der SeniorInnen werden auf verschiedenen Plattformen aktiv vertreten, das große Freizeit- und Dienstleistungsangebot für ältere Menschen ist sichtbarer Beweis der gelebten Leondinger Seniorenfreundlichkeit.

•Viele Veranstaltungen zum Thema Gesundheit (Ernährung, Augen- u. Hörtests, Inkontinenz, Sexualität, Demenz, Pflegegeld, Sicherheit, etc.), VHS-Kurse
•Breites Sportprogramm (u.a. Sesselturnen, Bauchtanz, Yoga, Linedance)
•Mensana: Computergestütztes Gedächtnistraining
•Aktivpass: Ermäßigungen in allen städtischen Einrichtungen (Museen, Wellnessanlagen, Büchereien) und öffentl. Verkehr
•Intergenerative Computerkurse in Schulen, Veranstaltungen mit Schulen und Kindergärten
•"Dein (Leon)Ding" Jugendprojekt: Freizeitgestaltung mit SeniorInnen in Pflegeheimen etc.
•5 Tagesheimstätten mit Sport-, Info- und Unterhaltungsprogramm
•Betreutes Wohnen (Lebensoase Doppl, GIWOG)
•Beihilfen: Weihnachtsbeihilfe, Mahlzeitdienst, Heizkostenzuschuss, Urlaub/Kuraufenthalte
•Ehrenamt: Omadienst, Besuchsprogramme, Weiterbildung etc.
•Seniorenbeirat: Beratung der Stadgemeinde, Sozialstammtisch (Treffen verschiedener InteressensvertreterInnen)
•Barrierefreiheit: Shuttledienste; öffentliche Gebäude; viele Straßen, Geschäfte etc. barrierefrei
•Sozialratgeber (Info-Boschüre mit Anlaufstellen für div. Fragen, an alle Haushalte)


SPEZIALPREIS für besonders innovative Ansätze Kapfenberg (Stmk.)
Die Stadt Kapfenberg im steirischen Mürztal wurde bereits 2004 als seniorenfreundliche Gemeinde ausgezeichnet und hat in den letzten Jahren bewiesen, dass sie sich nicht auf ihren Lorbeeren ausruht, sondern mit Konsequenz und Kreativität daran arbeitet, ihren EinwohnerInnen ein perfektes Umfeld fürs Älterwerden zu bieten. Ehrenamtliche Zusammenarbeit, geistige und körperliche Gesundheit, sowie ein innovativer, spielerischer Ansatz im Zusammenführen der Generationen sind zentrale Aspekte des seniorenfreundlichen Engagements in Kapfenberg. Ein besonderes Beispiel dafür ist das Projekt "respect" (sh. unten).

•AktivTreffpunkte, Wohn- und Pflegeheime, Tageszentrum: Lesungen, Tanz, Spiele, etc.
•Ausflüge (auch für Pflegebedürftige), Mehrtages-Wanderfahrten
•Kapfenberger Seniorentage: jährlich 3 Tage
•Gesundheit: SelbA - Selbstständig im Alter, Gedächtnistraining, Langsam-Lauf- und Gehtreff, Ernährungsmedizinische Einzelberatung, Wassergymnastik, Gesundheitstage, Kochkurse, etc.
•Selbsthilfegruppen (Krebs, Rheuma, Depressionen), Pflegestammtisch, Hospizgruppe
•Handy-Training, Computerkurse, Vorträge (PatientInnenrechte und -verfügung, Erbrecht, etc.)
•AktivCard: bis zu 50% Ermäßigung (Öffentl. Verkehr, Kultur, Büchereien, Feste, Sportveranstaltungen, "Einer für alle"-Lebensmittelmarkt)
•Generationenübergreifend/Ehrenamt: Freiwilligenbörse (Besuchsdienste, Babysitten u.a.), Erzählcafés, Kooperationen mit Schulen/Kindergärten etc.
•Geschlechtsspezifische Angebote: "Frauen 50+", Psychomotorik- und Kompetenztraining, Kochen, etc.
•SeniorInnenrat: Entwicklung und Sicherung bedarfsgerechter, zukunftsorienter Angebote
•Dienstleistungsscheck, Möbelbörse, Wohnungsräumungen
•Enge Vernetzung mit regionalen Sozial- und Gesundheitseinrichtungen, etc.
•Projekt "respect" - Jung & Alt aktiv in Kapfenberg
Ziel ist Sensibilisierung für die Lebenswelten der jeweils anderen Generation und Vermeidung sozialer Isolation. Aktivtreffs, um die Generationen für einander zu interessieren. Jugendliche und SenioreInnen lernen einander kennen und schätzen.

•Intergeneratives Engagement von Jugendlichen & SeniorInnen in Kindergärten
•Talente-Pool zum Austausch von Fähigkeiten
•"JA-Points" - Bonuspunkte werden gesammelt und können bei div. Geschäften/Lokalen eingetauscht werden

Quelle: Österreichischer Gemeindebund

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