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Pressemitteilung: Land und Gemeinden wehren sich gegen die Schließung von weiteren Postämtern PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 12. November 2008
Gemeinsam werden die Kärntner Gemeinden und die Kärntner Landesregierung sich gegen das bekannt gewordene Schließungskonzept der Österreichischen Post AG zur Wehr setzen. Die 55 betroffenen Postämter sind ein unverzichtbarer Bestandteil der Infrastruktur in den Kommunen.

Im Rahmen eines heutigen Postgipfels haben sich die Vertreter der Gemeinden, die betroffenen Bürgermeister sowie Landeshauptmann Gerhard Dörfler und Gemeindereferent LH-Stv. Ing. Reinhart Rohr auf eine gemeinsame Resolution geeinigt. Darin werden die Österreichische Bundesregierung und die Österreichische Post AG aufgefordert, für eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Postgeschäftsstellen zu sorgen.

Der Präsident des Kärntner Gemeindebundes, Bgm. Hans Ferlitsch, hielt dazu fest: „Die Menschen und die Bediensteten der Post sowie der Telekom im ländlichen Raum dürfen nicht weiter verunsichert werden. Durch den Schulterschluss von Landesregierung und Gemeinden soll sichergestellt werden, dass der Kahlschlag im Bereich der Infrastruktur beendet wird.“
Der Metnitzer Bürgermeister, Anton Engl-Wurzer, wies auf die ständigen Bemühungen der Gemeinden hin, der negativen Bevölkerungsentwicklung entgegenzuwirken. „Die Gemeinden brauchen eine entsprechende Infrastruktur, die Post gehört dazu. Es ist den Menschen im ländlichen Raum nicht zuzumuten, dass sie 50 Kilometer bis zum nächsten Postamt zurücklegen müssen.“
Für den Bürgermeister von Bad Kleinkirchheim, Matthias Krenn, ist die Schließung von Postämtern eine dramatische Geschichte. Dabei übte der Bürgermeister auch Kritik am Management der Österreichischen Post AG. Krenn: „Man hat den Eindruck, dass die Führungsspitze keine Ahnung von den Auswirkungen ihrer Maßnahmen auf die Praxis hat. Schon die letzte Post-Reform wirkte praxisfremd.“ Für den Bürgermeister einer Tourismusgemeinde ist es vor allem wichtig, dass die Postdienstleistungen auch in Zukunft zur Verfügung stehen und dass die entsprechenden Arbeitsplätze in den Gemeinden erhalten bleiben.

 
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